Düsseldorfer Tabelle 2015

Die Tabelle und die nachfolgenden allgemeinen Hinweise dienen nur zur Orientierung. Sie ersetzen nicht die genaue Berechnung von Unterhaltsbeträgen unter Berücksichtigung der Details im Einzelfall, wie z.B. der familiären Verhältnisse und Mangelsituationen bei geringen Einkünften des/der Unterhaltsverpflichteten. Außerdem ist von Bedeutung, dass die Düsseldorfer Tabelle keine Gesetzeskraft hat und ihre Anwendung in der Praxis der Familiensenate verschiedener Oberlandesgerichte nicht einheitlich ist.

Einkommens-
gruppe
Netto-
einkommen
1. Altersstufe
(0-5 Jahre)
2. Altersstufe
(6-11 Jahre)
3. Altersstufe
(12-17 Jahre)
4. Altersstufe
(ab 18. Jahre,
wenn in einem
Elternhaushalt
lebend)
1 bis 1.500 317 364 426 488
2 1501-1900 333 383 448 513
3 1901-2300 349 401 469 537
4 2301-2700 365 419 490 562
5 2701-3100 381 437 512 586
6 3101-3500 406 466 546 625
7 3501-3900 432 496 580 664
8 3901-4300 457 525 614 703
9 4301-4700 482 554 648 742
10 4701-5100 508 583 682 781
  ab 5.101 nach den Umständen des Einzelfalles

 

  • Das genannte Nettoeinkommen versteht sich als Monatsbetrag aus 1/12 des Jahresgehaltes, abzüglich etwaiger berufsbedinger Aufwendungen des/der  Unterhaltspflichtigen und etwaiger weiterer Abzugsposten.
  • Die vorstehenden Unterhaltsbeträge berücksichtigen noch nicht die meist erfolgende Anrechnung von (hälftigen) Kindergeldbeträgen. Sie geht von einem Standardfall mit zwei Unterhaltsberechtigten aus. Je nach der tatsächlichen Anzahl der Unterhaltsberechtigten sind daher auf die Beträge Zu- bzw. Abschläge zu berechnen.
  • Erwerbstätigen Unterhaltspflichtigen soll gegenüber in Ausbildung befindlichen Kindern bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres ein Selbstbehalt von € 1080,00 monatlich verbleiben. Nicht erwerbstätigen unterhaltspflichtigen Elternteilen verbleibt ein monatlicher Selbstbehalt von € 880,00. Gegenüber anderen Kindern (z.B. mit auswärtigem Wohnsitz, z.B im Studium oder ggf. mit eigenem Einkommen) beträgt der Selbstbehalt € 1.300,00 monatlich.
  • Gegenüber den Tabellen von 2011 und 2013 wurden zu Beginn des Jahers 2015 keine Veränderungen der Unterhaltssätze vorgenommen. Insbesondere erhöhen sich also die Unterhaltsbeträge nicht. Bei Unterhaltspflichtigen kann sich allerdings in Einzelfällen auf die Unterhaltshöhe auswirken, dass ihre Selbstbehaltssätze gegenüber 2013 leicht erhöht wurden. Wenn bisher der tabellarische Unterhaltshöhe unter Berücksichtigung des Selbstbehaltssatzes von 2013 gerade so erreicht wurde oder wenn der Betrag wegen des verbleibenden Selbstbehaltes gekürzt war, dann kann sich mit der Düsseldorfer Tabelle 2015 dieses zu Gunsten des Unterhaltspflichtigen weiter auswirken. Bitte wenden Sie sich in einem solchen Fall an Ihren Anwalt bzw. Ihre Anwältin und lassen Sie errechnen, ob sich an der Höhe Ihrer Unterhaltspflicht etwas ändert. Denn die Tabelle 2015 wird voraussichtlich wieder für zwei Jahre Bestand haben.